Was ist Unternehmenswissen ?
 
Drei Arten des Intellektuellen Kapitals 


„Nicht alles was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt.“ (Albert Einstein)




Was ist das Humankapital?

Humankapital ist der übergeordnete Begriff für die Kompetenzen, Fertigkeiten, Verhaltensweisen der Mitarbeiter des Unternehmens. Humankapital bezeichnet alle persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, Einstellungen, Eigenschaften, Lernbereitschaft, Lernfähigkeit, die die Mitarbeiter in die Organisation einbringen. Als Humankapital ist das gesamte geistige und körperliche Potenzial der Mitarbeiter zu verstehen: das bereits genutzte sowie das latent vorhandene Potenzial. Das Humankapital ist im Besitz der Mitarbeiter, die dieses Kapital nach der Arbeit mit nach Hause bzw. zu einem anderen Arbeitgeber mitnehmen, falls sie das Unternehmen verlassen. 

Welches Potenzial braucht ein Unternehmen in der Zukunft - unter Berücksichtigung von Markt, Wettbewerb, Unternehmenskultur, Umwelt und Geschäftsstrategien? Die strategische Bedeutung der Mitarbeiter als eine - in vielen Branchen als die wichtigste - Ressource im Wettbewerb steht im Vordergrund.


Beispiele: Mitarbeiterqualifikation, Mitarbeitermotivation, Führungskompetenzen, Soziale Kompetenz, Mitarbeitererfahrung, Mitarbeiterzufriedenheit etc.


Was ist das Strukturkapital?

Strukturkapital bezeichnet die Infrastruktur und die Prozesse, die das Unternehmen in seiner Gesamtheit  produktiv und innovativ werden lassen. Das Strukturkapital ist im Besitz der Organisation und es bleibt bestehen, wenn die Mitarbeiter nach der Arbeit das Unternehmen verlassen. Es ist z.B. die Büro- und Laborarchitektur, die vorhandenen Informations- und Kommunikationssysteme, die administrativen Prozesse etc.


Beispiele: Unternehmenskultur, Kooperation und Kommunikation innerhalb der Organisation, Führungsprozess, Informationstechnik und dokumentiertes Wissen, Wissenstransfer und - sicherung, Produktinnovationen, Prozess- und Verfahrensinnovationen, Patente, Firmenimages, Markennamen, Copyrights, Datenbanken geistigen Eigentums, Organisationskonzepte, Dokumentationen etc.


Was ist das Beziehungskapital?

Beziehungskapital ist der übergeordnete Begriff für alle geschäftsrelevanten Beziehungen zu organisationsexternen Gruppen und Personen (z.B. externe Partner, Kunden, Lieferanten), die in der Geschäftstätigkeit genutzt werden bzw. die bei Bedarf genutzt werden können.


Beispiele: Kundenbeziehungen (z.B. Beziehungen zu Patienten, Angehörigen), Beziehungen zur Öffentlichkeit (z.B. zur Gemeinde, Kirchengemeinde), Beziehungen zu Kapitalgebern, Investoren und Eigneren (z.B. Banken, privaten Förderern / Spendern, Stiftern), Beziehungen zu Kooperationspartnern (z.B. Hochschulen, Krankenhäuser, Sanitätshaus, Apotheke, niedergelassenen Ärzten) etc.